Wandern auf Teneriffa: Die schönsten Routen

Wandern auf Teneriffa: Die schönsten Routen

22. September 2021 Aus Von HLXBlog

Teneriffa und Nebensaison? Das passt perfekt zusammen. Auf der „Insel des ewigen Frühlings“ herrscht auch in den Monaten außerhalb des Sommers ein angenehm warmes Klima. Selbst in den Kältemonaten Januar und Februar verzeichnet das Thermometer auf der größten Kanareninsel noch mindestens 15 Grad Celsius. Bei Durchschnittstemperaturen um 20 Grad lässt es sich von Oktober bis April herrlich wandern. Und auch die Infrastruktur stimmt: Denn fürs Wandern auf Teneriffa gibt es vielseitige, gut beschilderte Wanderwege. Das ist kein Wunder, liegen doch zehn Prozent aller natürlichen spanischen Wanderrouten auf der Kanareninsel. Hier eine kleine Auswahl der Möglichkeiten.

Die Umrundung der Lavafelsen

Einmal die Roques de García umrunden – das ist obligatorisch. Um die Felsformation wurde ein 3,3 Kilometer langer Rundwanderweg angelegt (Höhenunterschied nur 193 Meter). Gestartet wird am Mirador Llano de Ucanca, einem berühmten Aussichtspunkt. Denn die Roques de García liegen auf dem Teide, Teneriffas (und Spaniens) höchstem Berg (3.718 m). Die Roques sind Felsen aus erkalteter Lava, die bis zu 20 Meter hoch aufgetürmt ist. Eine Seilbahnstation befindet sich in der Nähe, sodass die Wanderung mit einer Fahrt hoch auf den Teide-Gipfel kombiniert werden kann.

Wandern über den Wolken

Zehn Kilometer Luftlinie vom Teide entfernt liegt der Vulkan Chinyero. Vor über hundert Jahren, 1909, fand hier die letzte Vulkaneruption auf der Insel statt. Auf rund 1.500 Metern Höhe verläuft der Weg je nach Wettersituation über den Wolken und bietet einen wunderbaren Blick auf den benachbarten Teide-Gipfel. Die leichte Streckenwanderung auf fünf Kilometern Distanz ist in zweieinhalb Stunden zurückgelegt.

Blick auf den Teide, den höchsten Berg Spaniens

Durch Lorbeerwälder auf dem Pfad der Sinne

Die Insulaner sind stolz auf ihr ausgezeichnetes Wanderwege-System und legen immer neue Routen an. Im Anaga-Gebirge, 2015 als Biosphärenreservat anerkannt, verläuft der „Sendero de los Sendinos“, zu Deutsch: der Pfad der Sinne. Dieser lenkt die Aufmerksamkeit der Teneriffa-Wanderer immer wieder auf Landschaftsdetails, zum Beispiel auf eine besondere Baumrinde, die ertastet werden kann oder einen interessanten Lichteinfallswinkel. Das Anaga-Gebirge mit seinem eher feuchten Klima fällt durch eine große Pflanzenvielfalt auf – unter anderem dehnen sich hier immergrüne Lorbeerwälder aus. Der Rundweg ist innerhalb einer Stunde zu bewältigen.

Wandern auf Teneriffa mit Küstenblick

Küstenwanderungen mit Blick auf die Meeres- und Berglandschaft Teneriffas, vorbei an einigen der schönsten und einsamsten Strände der Kanaren – auch das ist auf der Insel des ewigen Frühlings an vielen Stellen möglich. Die Tour beginnt zum Beispiel in La Caleta de Adeje und führt über die Küstenhügellandschaft bis zum Hippie-Strand Playa de los Morteros. Dieser Strand kann nicht mit dem Auto erreicht werden und ist dementsprechend einsam. Eine weitere sehr schöne Stelle am Wasser, die auf dieser Route berührt wird, ist der Playa de Diego. Es gibt immer wieder abwechslungsreiche Auf- und Abstiege. Insgesamt braucht es für die fünf Kilometer ungefähr zweieinhalb Stunden.

Alexander von Humboldt was here

Alexander von Humboldt, der größte Reisende des 19. Jahrhunderts, hat Teneriffa in den höchsten Tönen gelobt. Ihm zu Ehren haben die Insulaner den Alexander-von-Humboldt-Weg geschaffen. Dieser Wanderweg auf Teneriffa führt durch den Insel-Nordwesten auf den Spuren des deutschen Gelehrten und Abenteurers. Die ganze Tour kann in drei Tagesetappen aufgeteilt werden. Sie startet in Chasna und endet auf dem Gipfel des Teide. Allerdings braucht es für diese Gipfelbesteigung eine Genehmigung („Permisso“).

Die Insulaner schützen ihre Natur

Fürs Wandern auf Teneriffa eignet sich die Nebensaison besonders gut. Von März bis Juni und von September bis Oktober gibt es auf der Insel die wenigsten Regentage. Aber selbst im Winter fällt an sehr wenigen Tagen Niederschlag, und die Maximaltemperaturen liegen bei über 20 Grad Celsius. Alle Wanderwege auf Teneriffa sind in einem einwandfreien, sicheren Zustand. Für manche Wanderungen braucht es eine Anmeldung. Der Aufstieg zum höchsten Berg Spaniens, dem Teide, ist bis 3.555 m frei. Die restlichen 163 m bis zum Gipfel erfordern eine Erlaubnis, die online beantragt werden kann. Die Expedition in die Barranca del Infierno („Teufelsschlucht“) ist aus Naturschutzgründen nur einer begrenzten Personenzahl erlaubt. Auch hierfür braucht es eine Online-Anmeldung und ein Eintrittsticket.

Lust bekommen, Teneriffa beim Wandern zu entdecken? Hier geht es zu den Teneriffa-Reisen von HLX.