Rundreise auf Sardinien – mehr als nur Traumstrände

Rundreise auf Sardinien – mehr als nur Traumstrände

25. Mai 2020 Aus Von HLXBlog

Flanieren in Olbia, schlemmen in Alghero oder barfuß auf Edelsteinen laufen auf Sinis – Sardinien ist ein vielfältiges Schmuckstück im Mittelmeer.

Am Strand liegen kann jeder. Deshalb ist es auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel auch nur das Urlaubssahnehäubchen, die Füße im weichen Puderzuckersand zu vergraben, sich in der Sonne zu rekeln und sich im glasklaren Wasser treiben zu lassen. Bei einer Rundreise auf Sardinien wandeln Foodies, Shopping-Freaks und Kulturanbeter von einem Höhepunkt zum nächsten.

Olbia: Shopping-Ekstase oder doch kulturelle Entzückung?

Auch wenn Sardinienbesucher am liebsten mit den Traumstränden an der Costa Smeralda verschmelzen würden, schafft es die mittelalterliche Hafenstadt Olbia selbst den ausdauerndsten Sonnenanbeter zu einem Einkaufsbummel zu motivieren. Auf der weitläufigen Flaniermeile tummelt sich wirklich alles – vom traditionellen Schuster bis hin zur weltbekannten Luxus-Boutique – was das Herz begehrt. Mit Sightseeing statt Shopping locken wiederum die Gigantengräber. Sogar Kulturmuffel versetzt der Anblick der mehrere Tausend Jahre alten Grabanlagen mit ihren überdimensional großen Steingebilden in Erstaunen – die perfekte Kulisse, um für ein Selfie zu posieren!

Alghero – köstliche Strandstadt

Die meisten Reisenden können sich auf dem zu Italien gehörenden Eiland nicht zwischen schlemmen und bräunen entscheiden. In Alghero müssen sie das auch gar nicht. Hand in Hand mit dem Herzblatt taumeln Feinschmecker im Genussrausch durch die romantischen Kopfsteinpflastergassen. Ein Gläschen Nuragus hier, ein Schlückchen Myrthenlikör dort. Und an jeder Ecke verführen Cafés mit cremiger Eiscreme und süßen Sünden wie Torrone Sardo – eine auf der Zunge zergehende Honig-Nuss-Masse. Willkommen im kulinarischen Himmel. Da der schneeweiße Hausstrand, dessen Name Lido di San Giovanni wie Musik in den Ohren klingt, nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt liegt, muss auch kein Badender lange Hunger leiden.

Sinis-Halbinsel: Strandjuwel oder Juwelenstrand?

Feiner Sandstrand kann ja jede Insel. Wie wäre es stattdessen mit einem Meeresufer, das aus reiskorngroßen Quarz-Kieseln, die wie Edelsteine in der Sonne funkeln, besteht? Mit dieser Besonderheit darf sich der Is-Arutas-Strand auf der wilden Sinis-Halbinsel rühmen. Wer während seiner Rundreise auf Sardinien noch etwas Natur sucht, ist hier goldrichtig. Hobby-Ornithologen machen sich mit Kamera bewaffnet auf die Jagd nach rosafarbenen Flamingos in der geschützten Cabras-Lagune. Keine gefiederten Tiere, sondern knallbunte Fische verzaubern dagegen Taucher in der lebendigen Meereswelt rund um die unbewohnte Insel Mal di Ventre.

Auf den Spuren der Phönizier

Nur einen Katzensprung vom gemütlichen Pula entfernt, erwartet das geheimnisvolle Nora kulturbegeisterte Badeurlauber. Hier muss keiner seine feuchte Erfrischung unterbrechen, hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes in die Antike eintauchen. Von den jahrtausendealten Ruinen der Phönizier sind an windstillen Tagen noch Reliefs am Grund des smaragd-grünen Meeres erkennbar – fast könnte man meinen, man hätte das sagenumwobene Atlantis entdeckt. Doch beim Strandspaziergang beweisen weitere Überreste des Seefahrervolkes aus dem Gebiet des heutigen Libanon, dass nicht alles untergegangen ist: Tempel mit kunstvollen Mosaikböden, Ruinen von Thermen und sogar von einem Amphitheater, umgeben von Eukalyptus und Pinien, machen den Tag zum perfekten Urlaubsmix.

Die Landspitze Capo d'Orso liegt an der Nordküste Sardiniens und verdankt ihren Namen (Kap des Bären) einer markanten Felsformation, die an einen Bären erinnert. Das Capo d’Orso gilt als eines der Wahrzeichen des Gebietes Gallura und ist Teil einer eindrucksvollen Küstenlandschaft im Norden der berühmten Costa Smeralda. Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die französische Nachbarinsel Korsika.
Die Costa Smeralda ist bekannt als Urlaubsziel des internationalen Jetsets. Das Örtchen Porto Cervo bildet den Hotspot und verbindet sardische Tradition mit modernen Elementen. Tagsüber entspannt man sich an karibisch anmutenden Traumstränden und abends wird das dolce vita in exklusiven Restaurants und Bars zelebriert.
Das Capo Testa liegt unweit des nördlichsten Punktes von Sardinien. Geprägt wird die Halbinsel von bizarr geformten Granitfelsen, die oftmals - wegen der Ähnlichkeit - Tiernamen bekommen haben. Hier befindet sich auch das Valle di Luna, in dem in den 1968er Jahren Hippies hausten. Die Cala Spinosa (auf dem Bild) ist typisch für die zerklüftete Küstenlinie.
Kulturell hat Sardinien einiges zu bieten. In Castelsardo finden kulturinteressierte mit der Kathedrale Sant'Antonio Abate ein Meisterwerk der Spätgotik.
Foto by wiseguy71 is licensed under CC BY-SA 2.0
Sardiniens Hauptstadt liegt im Süden der Insel. In Cagliari befindet sich der größte Flughafen sowie der größte Hafen der Insel. Die malerische Altstadt besticht durch enge Gassen und bunt getünchte Häuser.
Alghero liegt im Nordwesten Sardiniens und ist Sinnbild für die, von Fremdherrschaft geprägte, Vergangenheit der Insel. Umgeben ist die Stadt am Meer von dicken Mauern, auf denen es abends besondersstimmungsvoll zugeht. Schmale Gassen und ausgetretene Steinstufen führen zu vielen malerischen Plätzen und Kirchen.
Foto by Tranks is licensed under CC BY-ND 2.0
Sardinien besticht nicht nur mit Traumstränden und malerischen Städtchen, sondern auch mit einer atemberaubenden Flora. Gerade im Sommer überzieht der süße Duft zahlreicher Wildblumen und das herbe Arome verschiedener Kräuter die Insel.
An der Ostküste Sardiniens liegt Tharros, eine der interessantesten archaäologischen Stätten im Mittelmeer. Hier kann man unweit der alten phönizische Küstenstadt baden und zeitlgleich deren beindruckenden Überreste bestaunen.
Torre Salinas ist ein Strand an der Südostküste der Insel und perfekt, wenn man den Tag ganz entspannt verbringen möchte. Benannt ist der kilometerlange und an manchen Stellen fast 100 Meter breite, feinsandige Strand nach dem alten Turm Torre Salinas aus dem 17. Jahrhundert.
Was viele nicht wissen: Sardinien ist bergig und bietet optimale Wanderbedingungen in unberührter Natur. Tierische Begegnungen, etwas mit gemütlichen Eseln, sind hier keine Seltenheit.
In den kleinen Bergdörfern fühlt es sich an, als sei die Zeit stehengeblieben. Bunt verzierte Fassaden erzählen alte und nicht selten mythische Geschichten.
Sardinien zählt also nicht umsonst zu einer der schönsten, oder vielleicht sogar als die schönste Insel im Mittelmeer.

Lust auf „Dolce Vita“ und Karibikfeeling im Mittelmeer? Dann lass dich hier von unseren Top-Hotels inspirieren auf Sardinien inspirieren!