#HLXhappyplaces – Rom

#HLXhappyplaces – Rom

Wer hier jetzt einen Bericht über einen einsamen Strand auf einer noch einsameren Insel erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Mein #HLXhappyplace ist der komplette Gegensatz: laut und eigentlich zu jeder Jahreszeit überlaufen. Und für mich trotzdem einer der schönsten Orte den ich kenne!

Alle Wege führen nach Rom, so sagt man. Und zumindest bei mir trifft das voll und ganz zu – einmal im Jahr zieht es mich voller Sehnsucht in Italiens Hauptstadt, um mich dem schönsten Chaos hinzugeben!

ROM – haut mich jedes Mal aufs Neue um!

Ich war schon einige Male in Rom und entdecke jedes Mal aufs Neue ganz besondere Ecken in der Stadt, für die ich nicht einmal mehr eine Karte benötige. Und in der Tat erkundet man Rom am besten zu Fuß – auch wenn der Schrittzähler im Handy dabei irgendwann erschöpft aufgibt. Alternativ gibt es in der Zwischenzeit auch an vielen Plätzen die Möglichkeit Fahrräder zu mieten.

Der perfekte Tag in Rom beginnt für mich recht früh und meist ganz typisch italienisch. Mit einem Kaffee und einem Croissant in einer der vielen kleinen Bars – natürlich in einer, in der auch die echten Römer „frühstücken“ bevor sie laut lachend und wild gestikulierend in den Alltag starten.

Bin ich mit Freunden unterwegs, dann darf der Start in den Tag auch gerne etwas ausgiebiger sein. Die besten Rühreier und Pancakes gibt es im Coromandel in der Via di Monte Giordano 60. Hier treffen sich auch viele Einheimische in großer Runde. Da das gemütlich Café nicht besonders groß ist, ist reservieren Pflicht!

Natürlich stehen bei jedem Besuch die obligatorischen Sehenswürdigkeiten der „Innenstadt“ auf dem Programm. Von der Piazza Navona geht es über den Tiber, vorbei an der Engelsburg bis zum Vatikan. Hier ist nicht nur die Kirche samt Sixtinischer Kapelle beeindruckend. Steht man vor der Kirche, befindet sich auf der linken Seite der Eingang zum Deutschen Friedhof (Campo Santo Teutonico) – eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt.

Einer meiner liebsten Spaziergänge führt vom Vatikan ins Künstler- und Szeneviertel Trastevere (hier wohne ich auch immer). Ich nehme am liebsten den Weg über den Faro del Gianicolo und die Terrazza del Gianicolo. Es geht ein ordentliches Stück bergauf, was sich aber wirklich lohnt, da man von hier einen großartigen Blick über die Stadt hat.

Dann geht es wieder hinunter… Trastevere ist bunt und wirkt im Gegensatz zu den anderen Vierteln der Stadt an manchen Ecken schon fast alternativ, dennoch wohnen hier einige große Persönlichkeiten. Wer die Augen offen hält kann in den engen Gassen zum Beispiel Sophia Loren beim Gemüsehändler ihres Vertrauens antreffen.

Unter den hunderten Kirchen der Stadt ist die kleine Basilica di Santa Maria in Trastevere für mich eine der schönsten. Von außen ist sie unscheinbar, doch im Innenraum leuchten die Mosaiken aus dem 12. Jahrhundert in den edelsten Farben.

Foto: © Di Goldmund100 – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3551456

Am Nachmittag wird es Zeit für einen Aperitivo. Einen wirklich guten Aperol Spritz gibt’s im Ombre Rosso an der Piazza di San Egidio in Trastevere. Da das Viertel nicht nur unter Einheimischen beliebt ist, reiht sich Bar an Restaurant an Café …

Der perfekte Abschluss ist für mich ein Essen mit römischen Spezialitäten, wie Artischocken nach römischer Art oder Pasta mit Bohnen.
Ich schlemme besonders gerne im Papa Re in der Via della Lugaretta 149 oder im Impicetta in der Via die Fienaroli 7!


Weitere Tipps für Rom:
Kulinarisch

Das beste Eis der Stadt gibt es in der Gelateria del Teatro in der Via die Coronari. Unbedingt die mit Kräutern verfeinerten Sorten probieren – ich kann nicht ohne Himbeere mit Salbei!

Nach dem Essen zieht es die Römer auf einen Absacker in die Bars. Richtig gute Drinks gibt’s im Freniefrizoni in Trastevere.

Auch im Checco er Carettiere wird authentische Küche aufgetischt.

Kultur

In der Kirche San Clemente in der Via di San Giovanni in Laterano begibt man sich auf Zeitreise durch die Jahrhunderte der Kirchengeschichte. Der einzigartige Gebäudekomplex erstreckt sich über verschiedenen Ebenen:

  • römische Gebäudereste des 1. bis 3. Jahrhunderts
  • antike Reste einer frühchristlichen Basilika um 384 („Unterkirche“)
  • mittelaterliche Basilika San Clemente ab 1108 („Oberkirche“)
Dolce far niente („das süße Nichtstun“)

Rom ist grün! Zahlreiche Parks befinden sich in der Stadt und sind öffentlich zugänglich.

Die grüne Lunge der Stadt ist der Park rund um die berühmte Villa Borghese auf dem Pincio, einem der vielen Hügel der Stadt. Hier lässt es sich wunderbar spazieren, durchatmen, picknicken und den Blick auf Rom genießen.

Der größte Park umgibt die Villa Doria Pamphili. Dort lautet das Motto: schlendern! Und zwar durch den wunderschönen Garten der Villa, vorbei an Alleen und zahlreichen Brunnen und dabei den Römern beim Sportprogramm zusehen.