Today is life – tomorrow never comes

Unter diesem Motto scheint ganz Mátala zu erstrahlen. Nach einem kurzen Flug und einer Busfahrt kommen wir um 23 Uhr im Hotel an. Das erste was wir nach unserem Zimmer sehen, sind zwei Schnapsgläser Tequila und ein breites Grinsen des Hotelinhabers (Hotel Calypso). Freudig erklärt er uns, dass die nächsten drei Tage „non-stop Musik und Party“ sein werden. „Hey Ladies have some Tequila with me and then you’ll go see the festival and enjoy the music“ – na das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Schnell noch die Hippie Kette umgelegt und in die Flip Flops geschlüpft und los geht’s!

Die ersten Eindrücke von Mátala – es fällt schwer diesen Ort in Worte zu fassen. Überall gut gelaunte Menschen, ein bemalter VW Käfer neben dem VW Bus, Musik aus allen Ecken des Dorfes, Streetart, kleine Tavernen, Bars in denen Bob Marley sich wohl gefühlt hätte, improvisierte Straßenstände mit lokalen Produkten und vor allem eine energiegeladene, fröhliche Stimmung – eben ganz unter dem Motto: „Today is life, tomorrow never comes“.

Nach einem Spaziergang durch das malerische Dorf Mátala juckt es uns in den Fingern – äh wohl eher Füßen – endlich an den Strand zu gehen! Was sich uns dort bietet ist ein Spektakel was wir so noch nicht erlebt haben. Die Bucht von Mátala wird von riesigen Felsen gerahmt, in ihnen findet man die wohl bekannteste Attraktion von Mátala, die Felshöhlen in denen in den 60er, 70er Jahren Hippies aus aller Welt lebten, unter ihnen Bob Dylan und Cat Stevens! Diese Felswand bildet die Kulisse vor welcher die riesige Bühne aufgebaut ist. Schon von weitem sind wir beeindruckt von den Lichtspielen auf den Felsen und dem Meer. Ruhiger Greek-Reggea vervollständigt dieses Bild. Nur 45 Minuten nach unserer Ankunft sind wir gänzlich dem Hippie Fieber verfallen. Wir gesellen uns zu den vielen, hauptsächlich griechischen, jungen Menschen an den Strand und lauschen der Musik mit einem kühlen Bier, was wir direkt am Strand kaufen konnten. Diese grandiose Atmosphäre vergangener Tage lies uns auf einen wundervollen Aufenthalt hoffen.

Nach einer eher kurzen Nacht begann der zweite Tag mit einem schnellen Frühstück im Hotel – denn wer braucht schon Frühstück, wenn man Live Musik am Strand haben kann? Das Bild, was sich uns nun im Hellen bot war noch beeindruckender als in der Nacht. Wenn man Mátala mit einem Wort beschreiben sollte, wäre es: bunt. Bunte Straßen, bunte Kaffees, bunte Menschen (und das nicht nur wegen des angebotenen Body-Paintings). Unser Plan für heute: erst einmal an den Strand. Dort war es schon schwierig einen Platz zu finden, überall waren feiernde, lachende Menschen und nicht zu vergessen die riesige Bühne und der improvisierte Camping Platz auf dem Strand. Aber trotz der vielen Menschen war es sehr sauber und das Wasser wunderbar klar und erfrischend. Obwohl das Festival erst um 17 Uhr begann, war die Stimmung dauerhaft spürbar – Soundchecks auf der Bühne, Musik aus den Bars, ein süßlicher Duft in der Luft. Gegen Mittag flüchten wir aus der heißen Mittagssonne und suchen Schatten in einer der vielen Bars Mátalas, der „Akuna Matata“-Bar – dort genießen wir einen kühlen Drink und natürlich ganz landestypisch ‚Tzatziki’. Dann erkundeten wir das Dorf, um es kurz zu fassen, es ist wunderschön. Wer sich nach einer entspannten Stimmung und einfachen, authentischen Bars und Tavernen sehnt ist hier genau richtig.

Gegen 18 Uhr beginnt unser zweiter Abend in Mátala. Checkliste für diesen Abend: Hippie Outfit und gute Laune! Uns kommt es so vor, als wäre es an diesem Abend noch voller als am vorherigen und das bestätigt sich auch am Strand. Naja, vielleicht liegt es daran, dass es der Samstagabend ist. Doch als der Haupt-Act um 21:45 Auftritt trauen wir unseren Ohren kaum – wir hatten das Gefühl auf dem Konzert eines griechischen Teenie Pop-Stars zu sein – mit Hippie hatte das wenig zu tun. Wir quatschen noch mit ein paar anderen Festival Besuchern und sie bestätigen unseren Eindruck. „They changed it this year – the last years it was a Hippie festival, this year they call it beach festival“. Das erklärt einiges! Vom Hippie zum Beach Festival. Spaß hat es trotzdem gemacht, allerdings war es nicht das, was wir erwartet hatten.

Kreta - Festival Tester

Unseren letzten Tag haben wir genutzt um etwas Schlaf nachzuholen, außerdem hatten wir einen Plan! Wir wollten den Red Beach auf der anderen Seite der Mátala Bucht besuchen. Laut Beschreibung war es „nur ein kleiner Fußmarsch von 20 Minuten“ – sehr optimistisch. Auch den laut Beschreibung ‚steilen Aufstieg’ meinten wir, mit Flip Flops bewältigen zu können. An alle, die auch zum Red Beach wandern wollen, tragt zumindest feste Sandalen oder Sneaker, es war eine ganz schöne Klettertour. Aber es hat sich gelohnt! Allein schon der Ausblick von der Kuppe des Berges über die Bucht war den Schweiß wert. Der Red Beach ist ein Nudisten Strand und das sieht man auch direkt beim Betreten – „nudists only“. Allerdings wird das von den meisten Touristen nicht beherzigt. Yannis führt am Strand eine kleine Bar und behauptet einen der besten Mojitos zu machen – angesichts des 30 Minuten langen Rückwegs in der Sonne konnten wir das leider nicht testen. Aber hier, am Red Beach, spüren wir die Hippies mehr denn je. Bewohnte Höhlen im Hintergrund höher am Berg, Yannis kleine, einfache Bar, und entspannte Menschen, die nur ihre Freiheit genießen möchten.

Ist das Mátala Beach Festival eine Reise wert? Wenn ihr uns fragt – absolut, allerdings sollten man nicht erwarten, dass es ausschließlich ein Hippie Festival ist. Der Ort und die Stimmung sind jedoch einzigartig. Wir haben das Festival und Mátala genossen und würden jedem, der ein Wochenende voller Spaß, Musik und freundlichen Menschen verbringen möchte, das Festival empfehlen.
Peace & Love
Rachel und Sina

Kreta - Festival Tester
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